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Demokratische Hochschule

Studierende in Bayern und somit auch an deiner Universität haben kaum Einfluss auf die wichtigen Gremien und Entscheidungen der Hochschule. Wenn man die politische Mitbestimmung betrachtet, muss man zwischen der Selbstorganisation der Studierendenschaft und ihrer Beteiligung an Entscheidungsprozessen an der Hochschule unterscheiden.

Um unsere Anliegen überhaupt nach außen, zum Beispiel an Politiker, herantragen zu können, müssen wir uns Gehör verschaffen. Das funktioniert in allen Bundesländern außer in Bayern durch die sogenannte „Verfasste Studierendenschaft“. Hier gibt es stattdessen seit 1974 ein komplexes, undemokratisches Vertretungssystem, das den Studierenden kaum Selbstbestimmungsrecht gibt: Die wenigen Vertreter in den Hochschulgremien werden nur indirekt gewählt und haben verschwindend geringes Stimmrecht.

Wir Studierenden stellen im Allgemeinen die stärkste Gruppe an den Hochschulen und sind doch kaum in die Entscheidungsprozesse eingebunden. Das darf nicht sein! Jede der unterschiedlichen Interessensgruppen an einer Hochschule muss mitsprechen können, wenn über sie entschieden wird. Deshalb fordern wir die Einführung viertelparitätischer Besetzung der Hochschulgremien!.

Eine landesweite Vernetzung der Studierendenvertretungen, die zum Beispiel die Verhandlungsposition gegenüber der Politik deutlich stärken würde, ist schlicht nicht vorgesehen. Als Ersatz wurde von den Studierendenschaften der bayerischen Hochschulen die „LAK“ (Landes-ASten-Konferenz) als freiwilliger Zusammenschluss ins Leben gerufen, die zumindest versucht, diese Lücke zu schließen und landesweite Absprachen möglich zu machen. Da die LAK kein von der Politik institutionalisiertes Gremium ist, muss ihr Budget aus den ohnehin schon spärlichen Budgets der einzelnen Studierendenvertretungen bestritten werden.

Die Studierendenvertretungen dürfen nicht selbst Beiträge erheben und verwalten, sondern sind auf eine minimale Finanzausstattung durch den Staat angewiesen. Dadurch ist es insbesondere für kleinere Hochschulen kaum möglich, ihre Studierenden tatsächlich zu vertreten und hochschulpolitisch aktiv zu werden.

Daher fordern wir vehement die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft in Bayern!

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